Auf zu neuen Ufern

Arbeitsweise
...
Grundlage sind die systemischen Therapie- und Beratungs-
konzepte; sie sind wissenschaftlich anerkannt und in ihrer
Wirkung vielfältig belegt. In der systemischen Denkweise werden
neben dem Erleben jedes Einzelnen vor allem die Wechsel-
wirkungen zwischen Menschen betrachtet. In Verbindung mit
Elementen der Ansätze nach Milton H. Erickson liegt der
Fokus auf der Aktivierung der häufig unbewussten Kompetenzen,
Ressourcen und Lösungsfertigkeiten. Diese systemischen Ansätze
ermöglichen flexible, rasche und nachhaltige Veränderungen selbst
bei bislang hartnäckigen Schwierigkeiten. 
 
Was heißt das im Detail?


Der Mensch ist vielmehr, als er im Alltag und vor allem in
schwierige
n Zeiten zu sein scheint. Jeder Mensch verfügt über alle
Potentiale, um selbst schwierigste Lebenslagen zu meistern und
innerlich zu wachsen. Dass diese Potentiale nicht immer zugänglich
sind, hat vor allem zwei Gründe: Erstens, wenn wir eine Situation als
problematisch empfinden, werden wir häufig nach einer gewissen Zeit
„betriebsblind“. Was wir sehen, ist vor allem das Problem und seine
Auswirkungen, weniger jedoch die unterschwelligen Zusammenhänge
und die möglichen Lösungen. Zweitens, wir orientieren uns vor allem
an dem, was sich in der Vergangenheit bewährt hat. Doch mit dieser
rückwärtsgewandten Strategie kommen wir nicht immer weiter, denn
„neue“ Probleme brauchen „neue“ Lösungen.

Zu diesen "neuen" Lösungen führen vor allem zwei Wege:

      • Die sogenannte "systemische Perspektive"
      • Die Aktivierung der natürlichen Ressourcen aus dem
        Unbewusstsein

Die systemische Perspektive

Von einer schwierigen Lebenslage mag zwar ein Einzelner in
besonderem Maße betroffen sein. Bei genauer Betrachtung jedoch
wird klar: Hier geht es nicht nur um ein einzelnes Individuum. Hier
geht es um Wechselwirkungen zwischen Menschen, um Beziehungen,
häufig auch um Wechselwirkungen, die in früheren Jahren sinnvoll
waren, heute jedoch weniger - und trotzdem noch wirken.
Menschliches Verhalten ist immer wechselseitiges Verhalten! Wir
Menschen sind - das bestätigen nicht nur psychologische, sondern
auch jüngste neurobiologische Studien - in hohem Maße soziale
Wesen. Wir leben vom und durch das Miteinander, durch Kommuni-
kation. So ist zum Beispiel der Wunsch, sich einmal auf eine einsame
Insel zurückzuziehen, zugleich die Botschaft an die Umwelt: „Ich
brauche Ruhe
von Euch
.“ Wie bei einem Mobile, das aus miteinander
verbundenen Teilen besteht, wirken Veränderungen des Ganzen auf
den Einzelnen zurück und umgekehrt.

Es geht also nicht um die Frage, wer Schuld hat; es geht immer
nur darum, die Zusammen-hänge, die Strukturen, das gesamte
System zu sehen und zu verändern. Das Augenmerk ist also auf die
Klärung und Veränderung dieser Wechselwirkung, auf das menschliche
System gerichtet. Entscheidend ist dabei die systemische Sicht; die
Familientherapie beziehungsweise Beratung selbst ist natürlich ohne
die körperliche Anwesenheit des gesamten Systems möglich und
damit auch für Individuen bestens geeignet.

Die moderne systemische Beratung und Therapie nutzt auch die
vielen hilfreichen Erkenntnisse aus den unterschiedlichen psycholo-
gischen Ansätzen: systemisches Denken und Agieren heißt, integrativ
zu denken und zu agieren. Eine besondere Ressource stellt dabei das
Unbewusste dar. 

Die Ressourcen aus dem Unbewussten anzapfen -
eine Jahrtausende alte Tradition

Die gezielte, man könnte sagen: Zusammenarbeit mit dem
Unbewussten hat eine Tradition, die vor Jahrtausenden ihren Anfang
nahm. Wir alle kennen die unwillkürlichen Potentiale unseres
Unbewussten durch ein alltägliches Beispiel: Wenn uns der Name eines
Bekannten gerade nicht einfallen will, dann erinnern wir uns
ausgerechnet dann wieder daran, wenn wir an den Bekannten gar
nicht mehr denken. Während sich also unser bewusstes Denken längst
anderen Dingen gewidmet hat, arbeitet das Unbewusste weiter und
sucht nach dem vergessenen Namen. Dennoch nutzen wir 
Menschen
der Neuzeit diese Zusammenarbeit mit dem Unbewussten nur sehr
selten gezielt. Zustände gezielter Fokussierung, in denen die
unbewussten Potentiale besonders gut angesprochen werden können,
sind eine der ältesten Heilverfahren der Menschheit. Was dabei genau
im Unbewussten vor sich geht, ist wissenschaftlich zwar detailliert
belegt, dennoch niemandem vollständig zugänglich – es ist eben
unbewusst.

Die Potentiale des Unbewussten können eine sehr positive Wirkung
entfalten. Es kann Antworten auf Sorgen und Schwierigkeiten liefern,
Lösungswege aufzeigen, kreative Energien wecken und uns unserem
ganzen menschlichen Potential näher bringen. Die Hilfe aus dem
Unbewussten ist also immer dann besonders nützlich, wenn Sprache,
bewusstes Denken, Dialoge ermüden oder an ihre Grenzen stoßen.
Das Beste daran: Es ist wie eine Entdeckungsreise zu sich selbst, die
Freude, Spaß und Lust macht.

Das Unbewusste beherbergt eine natürliche Quelle unerschöpf-
licher Potentiale zur kreativen Lebensgestaltung und einen riesigen
Speicher unserer lebenslangen Erfahrungen. Physiologisch betrachtet,
sind es unsere inneren Bilder, die einen ausgezeichneten Zugang zu
diesem Reservoir an Vitalität ermöglichen. Inneren Bildern begegnen
wir eher zufällig in unseren Träumen; in Fokussierungen im Rahmen
eines "normalen" Dialogs und Phasen der Entspannung können wir sie
auch sehr gezielt ansprechen. Dabei rückt die Aktivität der linken
Gehirnhälfte und somit das bewusste Denken in den Hintergrund. Die
rechte Gehirnhälfte hingegen bleibt aktiv und sorgt für die Aktivierung
der unwillkürlichen Ressourcen. Während das bewusste, sprachliche
Denken in den Hintergrund tritt, tritt das unbewusste, nicht
sprachliche Denken in Bildern in den Vordergrund.

Die gezielte Berücksichtigung der unbewussten Ressourcen ist
freiwillig
,
also kein Muss! Die anderen bewährten Methoden
psychologischer Beratung, Begleitung und Therapie bleiben ein
zentrales Element. Der Dialog zwischen Ratsuchendem und Berater
nimmt in jedem Fall einen hohen Stellenwert ein. Die inneren Bilder
können dabei häufig Ausgangspunkt sein, als Prüfstein in einem
Entwicklungsprozess dienen oder eine entspannende Alternative zu
kopflastigen (Selbst-)Gesprächen ermöglichen. Denn eine Schwierigkeit
und Begrenzung von rein verbalen Beratungsverfahren besteht in der
Gefahr,
über
die Dinge zu reden, sie zu zerreden
, ohne jedoch ihren
zentralen Kern zu ergründen.

Auf den Punkt gebracht

Die hier angebotene Beratung, die Therapie und die Workshops sind
ganzheitlich, pragmatisch und ressourcenorientiert. Sie ermöglichen
den Beteiligten
Klärung, Lösung und Weiterentwicklung
durch

      • das Entdecken neuer Perspektiven,
      • das Erkennen von Mustern in der Kommunikation,
      • das Verändern verborgener Dynamiken in unserem Leben
        und in unseren Beziehungen,
      • die Einsicht in die eigene „innere Welt“ und die der übrigen
        Beteiligten,
      • das Anzapfen aller unserer Ressourcen,
      • das Entwickeln und Ausprobieren neuen Handelns und
        Denkens
        .

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